Die Tribute von Panem X

Buchinfo

Titel: Die Tribute von Panem X
Vorgeschichte zur Trilogie
Autorin: Suzanne Collins

Erscheinungsdatum: 19.05.2020
Seiten: 608
Alter: ab 14

ISBN: 978-3-7891-2002-2
Einband:
Hardcover
Verlag: Oetinger

Originaltitel: The Ballad of Songbirds and Snakes
Übersetzung: Peter Klöss, Sylke Hachmeister

Bildquelle: Orell Füssli

Inhalt

Es sind die 10. Hungerspiele und erstmals werden 24 Schüler aus dem Kapitol ausgewählt, um die Mentoren der Tribute zu sein. Als Coriolanus Snow erfährt, dass er Das Mädchen aus Distrikt 12 zugeteilt bekommt, kann er es nicht fassen. Diese Demütigung will er jedoch nicht auf sich sitzen lassen und setzt alles daran, um allen zu zeigen, was es heisst, ein Snow zu sein.

Meinung

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Auch wenn ich den Preis recht hoch finde, war für mich von Anfang an klar, dass ich mir dieses Buch kaufen würde, da ich die ursprüngliche Trilogie und die Art, wie Suzanne Collins Katniss‘ Geschichte erzählt hat, geliebt habe.

Der Beginn war recht vielversprechend. Man erfährt viel über die Zustände im Kapitol, zehn Jahre nach dem sagenumwobenen Krieg und lernt eine neue Seite Panems kennen. Die Unterschiede der Hungerspiele zwischen früher und zu der Zeit, zu der die Trilogie spielt, wurden deutlich veranschaulicht.

Obwohl dieses Buch – im Gegensatz zur Trilogie – in der dritten Person singular geschrieben ist, hatte ich wieder dieses bestimmte Gefühl, das Suzanne Collins Geschichten in mir auslösen.

Die Geschichte entwickelte sich jedoch eher langsam, was mich zu Beginn aber noch nicht störte, da man sich erst wieder in der Welt zurechtfinden und die wichtigsten Dinge über Coriolanus erfahren musste.

Als die Tribute ins Spiel kamen, wurde das Ganze interessanter, aber es war eindeutig noch nicht einmal annähernd so durchdacht, wie zu Katniss‘ Zeit. Dass einige Dinge im Verlauf des Buches eingeführt wurden, die man aus der Trilogie bereits kennt, war sehr interessant zu verfolgen und stellte eine Verbindung zu den anderen Büchern dar.

Besonders gegen Schluss wurden noch einige Parallelen zur Trilogie hergestellt, die mir aber teils zu erzwungen erschienen. Es war einfach zu viel auf einmal. Ausserdem nahm die Spannung im letzten Teil des Buches beträchtlich ab. Das Buch konnte mich nicht mehr fesseln.

Da das Buch recht lange war und ein eher langsames Tempo aufwies, war mir das Ende im Vergleich dazu viel zu überstürzt. Auf einmal war das Buch fertig, dabei blieb aber eine bestimmte Frage offen, die ich mir von Beginn an gestellt hatte. Ich hätte nämlich gerne erfahren, wie es mit Coriolanus‘ Cousine noch weitergegangen wäre, weil sie meiner Meinung nach eine nicht ganz unwichtige Figur war, auf die am Ende aber gar nicht mehr nähergehend eingegangen wurde.

Fazit

Das Buch startete vielversprechend, konnte mich aber ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr fesseln. Der Verlauf ist recht langsam, das Ende dafür völlig überstürzt. Die eine oder andere Parallele zur Trilogie hätte man meiner Meinung nach weglassen können, da es zu viel auf einmal und teils auch etwas erzwungen wirkte.

Als grosser Panem-Fan kann ich dieses Prequel leider nicht wirklich empfehlen. Die Trilogie finde ich nach wie vor grandios, aber das Prequel zu lesen empfinde ich als unnötig.

2/5

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