Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Aza wollte sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russel Pickett gar nicht beteiligen. Doch dann macht sie gemeinsam mit ihrer Freundin doch mit. Dabei gerät sie jedoch immer weiter in die enger werdenden Gedankenspiralen…

Buchinfo:

Titel: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Autor: John Green

Erscheinungsdatum: 10.11.2017
Seiten: 288
Alter: ab 14

ISBN: 978-3-446-25903-4
Einband: Hardcover
Verlag: Hanser

Originaltitel: Turtles All the Way Down
Übersetzerin: Sophie Zeitz

Bildquelle: Hanser

Inhalt:

Als Aza vom Verschwinden des Milliardärs Russell Pickett erfährt, weiss sie noch nicht, dass auch sie kurze Zeit darauf nach ihm zu suchen beginnen wird. Denn es warten 100’000 Dollar auf denjenigen, der Hinweise zum Aufenthaltsort Russell Picketts vorzuweisen hat, ausserdem lässt ihre beste Freundin Daisy einfach nicht locker.

Gemeinsam Daisy begibt sie sich also auf die Suche. Dabei begegnet sie dem Sohn des Milliardärs – Davis –, den sie zum letzten Mal auf einer Kindergeburtstagsparty getroffen hat.

Doch für Aza stellt sich die anfänglich noch ganz harmlos scheinende Suche immer mehr zu einem Problem heraus. Aza muss viel Mut aufbringen, um ihre eigenen Ängste zu überwinden. Aber dennoch verliert sie sich immer mehr in ihren Gedankenspiralen…

Meinung:

Ich war mir überhaupt nicht sicher, ob ich dieses Buch lesen soll. Da mich Das Schicksal ist ein mieser Verräter so überwältigt hatte, hatte ich nämlich recht hohe Erwartungen und fürchtete, dass diese nicht erfüllt werden würden.

Natürlich war dieses Buch einfach unglaublich!

Zuerst möchte ich noch kurz sagen, dass ich den Buchtitel unglaublich gelungen finde! Er ist zwar überhaupt nicht wie der Originaltitel, aber passt perfekt zum Inhalt!

Die Gefühle waren echt! Die Charaktere waren wieder total authentisch! Der Schreibstil war das einzige an diesem Buch, das mich nicht komplett überzeugen konnte.

Ich hatte zuvor nicht wirklich etwas über Zwangsgedanken – wie Aza sie hat – gewusst. Aber der Autor konnte auch mir bereits sehr früh begreiflich machen, wie diese Gedanken das Leben der Protagonistin beeinflussen können, obwohl sie alles tut, um sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Anfangs fand ich es – ehrlich gesagt – schon teilweise ein wenig seltsam, was Aza dachte, aber mit der Zeit konnte ich das Ganze besser nachvollziehen.

Es war interessant, wenn Aza manchmal das Wort zum Lesenden zu erheben schien.

Alle Charaktere waren einzigartig. Und dass sie nicht perfekt sind, hat sie mir umso authentischer erscheinen lassen.

Auch die Freundschaft spielte eine dominierende Rolle in der Geschichte. Dazu kam Azas Verhältnis zu Davis und der Fall des verschwundenen Milliardärs.

Die Geschichte war eher ruhig gehalten. Dennoch wollte ich einfach wissen, wie es mit Aza und ihren Freunden weitergeht. Selbst in diesem eher dünnerem Buch schaffte es John Green, mir die Charaktere so ausführlich zu beschreiben und näher zu bringen, dass ich immer wieder das Gefühl hatte, sie alle wirklich zu kennen!

Ich hatte keine Ahnung, wohin mich diese Geschichte am Ende führen würde. Ich liess mich einfach überraschen. Das Ende war schlichtweg echt und realistisch. Wie das echte Leben eigentlich!

Wie in Das Schicksal ist ein mieser Verräter, entdeckte ich auch in diesem Buch einige Zitate für mich, die ich mir sofort herausschreiben musste.

Durch die versteckten Botschaften und die authentischen Charaktere musste ich immer wieder an dieses Buch denken. Auch nachdem ich es zu Ende gelesen hatte.

Vielleicht kennst du das auch: Du hast soeben ein Buch beendet. Es war ganz cool (oder auch nicht), aber sobald es zu Ende ist, machst du sofort etwas anderes und denkst nicht mehr weiter darüber nach. Bei Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken war das – bei mir – gar nicht der Fall. Als ich es zugeklappt hatte, sass ich noch eine gefühlte Ewigkeit einfach so da, weil ich so überwältigt war! Und ich konnte nicht einschlafen, weil ich nur an dieses Buch dachte!

Ich würde nicht sagen, dass mir Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken besser gefallen hat als Das Schicksal ist ein mieser Verräter… Aber dennoch ein sehr gutes Buch!

Bewertung:

Die Charaktere fühlen sich einfach echt an! Ihre Gefühle werden authentisch beschrieben.

Es werden nicht nur schwierige Themen behandelt. Es geht auch um Freundschaft und ein wenig Detektivarbeit kommt auch vor.

Der Schreibstil war auch in diesem Buch von John Green leider nicht so meins. Und mit Das Schicksal ist ein mieser Verräter konnte es meines Erachtens nicht ganz mithalten.

4/5

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