Stroh im Kopf? – Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer

Buchinfo

Titel: Stroh im Kopf? – Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer
Autorin: Vera F. Birkenbihl

Erstveröffentlichung: 1991
Seiten: 336

ISBN: 978-3-86882-445-2
Einband: Taschenbuch
Verlag: mvg

Bildquelle: mvg

Inhalt

Im Buch Stroh im Kopf? werden gehirn-gerechte Lern-Methoden aufgezeigt, die einem ermöglichen selbst neue Informationen ohne niemals endende Wiederholungen im Gehirn zu speichern!

Ausserdem wird erklärt, wie das Lernen überhaupt funktioniert und einige Übungen zu den vorgestellten Lern-Techniken sind bereits im Buch enthalten.

Meinung

Meinen beinahe einzigen Kritikpunkt möchte ich jetzt gerade mal zu Beginn äussern, damit wir das hinter uns haben: Ich kann mich nicht erinnern jemals ein hässlicheres Buch-Cover gesehen zu haben!

Aber es geht ja um den Inhalt: und der hat es echt in sich! Meiner Meinung nach trifft’s der Untertitel – Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer – genau, um was es in diesem Buch geht! Unbewusst wird von unserem Gehirn so viel Information registriert, doch wir müssen sie bewusst wahrnehmen, um sie uns tatsächlich merken zu können!

Der Schreibstil, insbesondere Vera F. Birkenbihls Art zu schreiben, hat das Buch noch abwechslungsreicher gemacht. Denn manche wichtige Wörter sind GROSS geschrieben, zusammengesetzte Wörter sind durch viele Bindestriche unterteilt, sodass man sieht, woraus sie eigentlich aufgebaut sind.

Das Buch besteht aus mehreren Modulen, es ist also nicht notwendig von vorne nach hinten, alles in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Sollte ein Modul empfehlenswerter Weise zuvor noch gelesen werden, steht das auch.

Wie bereits im Inhalt erwähnt, werden einige gehirn-gerechte Lern-Methoden vorgestellt, will man mehr zu einzelnen Techniken erfahren, wird oft auf andere Bücher verwiesen. Durch Übungen konnte ich für mich oft schon früh feststellen, ob mir die jeweilige Methode zusagt. Dennoch probiere ich gerne noch aus, ob sie eventuell nicht doch noch etwas für mich sind. Und ich mich einfach noch daran gewöhnen muss.

Ein paar wenige Ansätze waren mir schon bekanntEselsbrücken, dass alles interessant Erscheinende einfacher zum Lernen ist –, aber ansonsten war wirklich sehr viel Neues für mich dabei!

Viele Methoden stehen im Gegensatz zu jenen, die die normale Schule mit sich bringt. Und Vera F. Birkenbihl kritisiert diese nicht-gehirn-gerechten Methoden der Schule nicht wenig. Besonders was das Vokabel-Pauken angeht…

Dies hat mich ehrlich gesagt nicht gerade ermuntert, da ich das Ganze von der Schule aus ja trotzdem lernen muss/soll/darf. Natürlich konnte ich nachvollziehen welche Vorteile ihre Sprachen-Lern-Methode mit sich bringt. Aber ich kann ja schlecht zu meinen SprachenlehrerInnen gehen und behaupten, jetzt keine Vokabeln mehr auswendig zu lernen, weil diese Art nicht gehirn-gerecht ist.

Doch für dieses Problem habe ich nun eine andere Lern-Methode aus diesem Buch für mich entdeckt: KaGa’s. Hierbei stellt man ein Wort bildnerisch dar, oft kombiniere ich dies noch mit den altbekannten Eselsbrücken. Diese Art erleichtert es mir persönlich wirklich, viele Vokabeln auf einmal zu lernen.

Dennoch war mir, sobald ich mir alle vorgestellten Lern-Methoden durchgelesen und durch enthaltene Übungen teils bereits angewandt hatte, nicht immer klar, was ich wann anwenden soll… Einige –ebenfalls im Buch enthaltene – Wand-Zeitung-Beiträge habe mir teilweise bei dieser Frage weitergeholfen. Allerdings kann ich gewisse Methoden noch immer nicht wirklich anwenden, weil ich keine Ahnung habe, wobei sie mir weiterhelfen könnten…

Zudem habe ich oft nicht unendlich viel Zeit zum Lernen bis zu einer Prüfung, weshalb ich schlichtweg nicht jede einzelne Methode ausprobieren kann, um herauszufinden welche wofür geeignet ist. Daher hätte ich mir etwas mehr im Buch genannte Vorschläge der Autorin gewünscht, was ich wann anwenden könnte. Klar, bei jedem ist das ein wenig anders, aber es gibt schliesslich immer eine Mehrheit, die in gewissen Situationen zum selben tendiert…

Ausserdem empfand ich gewisse Tipps ein wenig veraltet, wenn ich das sagen darf. Also: zuhause auf den Anrufbeantworter zu sprechen, um etwas aufzunehmen und der Gebrauch von Kassetten ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäss. Meines Erachtens sollten solche Aussagen überarbeitet werden

Bewertung

Ich habe durch dieses Buch gelernt, wie das Lernen selbst eigentlich funktioniert und auch einige Lern-Methoden für mich persönlich mitgenommen, die mir das Lernen neuer Informationen tatsächlich erleichtern!

Allerdings weiss ich durch das Fehlen von Vorschlägen bei vielen Methoden noch immer nicht, wann ich was anwenden soll

4/5

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