Wütender Sturm

Der letzte Band der Reihe Die Farben des Blutes. Voller Intrigen, überraschender Wendungen und einem unerwarteten Ende. Wer wird am Ende dieses Krieges als Sieger dastehen und wer wird verlieren?  Es bleibt bis am Ende offen, denn: Jeder kann jeden verraten

Buchinfo:

Titel: Wütender Sturm
Band 4 der Reihe Die Farben des Blutes
Autorin: Victoria Aveyard

Erscheinungsdatum: 12.10.2018
Seiten:
784
Alter: ab 14

ISBN: 978-3-646-92274-5
Einband: Hardcover
Verlag: Carlsen

Originaltitel: War Storm
Übersetzerin: Birgit Schmitz

Bildquelle: Carlsen Verlag

Inhalt:

Die Silberne Herrschaft muss enden. Das haben sich Mare und die Scharlachrote Garde zum Ziel gesetzt. Doch bei diesem Vorhaben wird Cal Mares Gegner sein. Denn er hat seine Krone über alles gestellt, wofür Mare gekämpft hat. Wenn Cal über Maven siegt und den Thron beansprucht, würde alles Erreichte unter der alten Ordnung begraben werden…

Sobald Cal Norta zurückgewinnt, wird eine Hochzeit mit Evangelina erfolgen. Doch das wünscht sich Evangelina gar nicht. Nicht mehr. Durch diese Heirat würde sie sich nur noch mehr von Elane entfernen.

Blitzartig werden Mare und Evangelina zu Verbündeten. Aber sie sind nicht die einzigen mit dem Ziel, Cal am besteigen des Thrones zu hindern. Diese Welt ist nämlich voller Intrigen. Und jeder kann jeden verraten…

Meinung:

Ich konnte es nicht erwarten, endlich zu erfahren, wie es mit Mare, Cal und allen anderen weitergeht. Einige meiner Erwartungen wurden erfüllt. Andere wiederum nicht. Ich hatte keine Ahnung wie die Geschichte genau weitergehen sollte. Bei beinahe 800 Seiten würde allerdings noch einiges passieren müssen. Da war ich mir sicher. Und mit dieser Annahme behielt ich Recht.

Die Spannung setzte dieses Mal bereits vor Seite 400 ein, worüber ich sehr erleichtert war. Aber so wie die Spannung kam, ging sie auch irgendwann wieder. Das Buch legte ich immer wieder zur Seite, weil die Spannung mir persönlich an manchen Stellen zu gering war.

Auch in diesem abschliessenden Band wurde der Verlauf der Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Aus der Sicht von Mare, Evangelina, Iris, Maven und Cal.

Falls es das Ziel der Autorin war, Iris unsympathisch wirken zu lassen, hat sie das in meinem Fall erfüllt. Ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden. Ihr Bedürfnis nach Rache konnte ich ja noch nachvollziehen, aber alles andere… Keine Ahnung. Ich mochte sie einfach nicht.

In diesem Buch wurden die Unterschiede zwischen den beiden Calore-Brüdern sehr deutlich geschildert. Ebenso ihre jeweiligen Schwächen für Mare. Es wurde deutlich gezeigt, was Elara Merandus ihrem Sohn alles angetan hat. Teils konnte ich sogar ein wenig verstehen, weshalb er all das tut.

Mit den restlichen Charakteren war ich grösstenteils glücklich. Ihre Beweggründe wurden meist zufriedenstellend dargelegt.

Im Laufe der Geschichte begann ich allerdings kaum mehr einer der Personen zu trauen. All diese Intrigen und Verschwörungen häuften sich nur so an.

Auch die Tatsache, dass sich Mare und Cal vergebens zu ignorieren versuchten wurde mit der Zeit anstrengend. Aber anfangs war es zugegebener Massen schon ein klein wenig lustig.

Das Ende hatte ich so nicht direkt erwartet. Und ich habe mich auch noch nicht entschieden, ob es den vorherigen drei Büchern gerecht wird. Auch nicht ob ich es gut oder schlecht finde… Wahrscheinlich muss ich das Geschehen im Buch erst einmal richtig verarbeiten und eine Zeit lang darüber nachdenken.

Wem die vorherigen drei Bücher gefallen haben, sollte das abschliessende Buch unbedingt lesen. Die Geschichte wird an den dritten Teil anschliessend fortgesetzt. Es fiel mir nicht schwer wieder in das Geschehen hineinzufinden, weil auch einige Dinge noch einmal wiederholt und erklärt wurden.

Bewertung:

Die Spannung kam und ging immer wieder. Es gab einige Längen. Weshalb ich das Buch oft weglegte, weil es uninteressant wurde.

In grösstenteils alle Charaktere konnte ich mich hineinversetzen und nachvollziehen, was ihre Beweggründe zu einigen Entscheidungen waren. Allerdings begann ich ab einem gewissen Punkt niemandem mehr zu vertrauen und absolut jeden zu verdächtigen an irgendwelchen Intrigen beteiligt zu sein. Den Spruch Jeder kann jeden verraten fand ich anfangs sehr interessant. Doch mit der Zeit wurde es ein wenig ermüdend.

Der Verlauf der Geschichte war überraschend und schlug überraschende Wendungen ein.

Ob mir das Ende gefällt oder nicht, kann ich nicht wirklich sagen. Für den Abschluss dieser vierteiligen Reihe hätte ich mir etwas anderes vorgestellt…

Das erste Buch hatte mir zwar sehr gut gefallen, doch das nahm bis hin zum Abschlussband leider ab. Was ich sehr schade finde, denn die Idee wäre so unglaublich toll gewesen!

3.5/5

Schreibe einen Kommentar